Die kurze Antwort
Ein Baukasten kostet in den üblichen Tarifen 12 bis 34 € im Monat, dazu kommt viel eigene Zeit. Eine Website vom Profi kostet einmalig meist einige tausend Euro plus laufende Kosten. Ein Monatsmodell verteilt alles auf einen festen Betrag, kann über die Jahre aber mehr kosten.
Was eine Website am Ende kostet, hängt an drei Fragen. Wie viel machen Sie selbst? Zahlen Sie einmal oder jeden Monat? Und was passiert nach dem Start, wenn sich Leistungen, Öffnungszeiten oder die Telefonnummer ändern? Manche Angebote wirken nur deshalb günstig, weil die laufenden Kosten fehlen. Deshalb rechnen wir unten auch über drei Jahre.
Alle Preise in diesem Artikel haben wir am 15. Oktober 2026 auf den verlinkten Seiten geprüft. Anbieter ändern ihre Preise oft, schauen Sie vor einer Entscheidung noch einmal selbst nach.
Vier Wege im Überblick
| Weg | Am Anfang | Laufend | Ihre eigene Arbeit |
|---|---|---|---|
| Baukasten (Wix, Jimdo, IONOS) | meist nichts | 12 bis 34 € im Monat in den üblichen Tarifen | viel: Aufbau, Texte, Fotos, Pflege |
| Freelancer, einmalig | rund 1.200 bis 3.600 € (Rechnung unten) | Hosting, Domain, Wartung und Änderungen extra | mittel: Texte und Fotos liefern, prüfen |
| Agentur, einmalig | 3.000 bis 8.000 € laut Dr. Web | Hosting, Domain, Wartung und Änderungen extra | mittel |
| Monatsmodell (Miete) | je nach Anbieter mit oder ohne Einrichtungsgebühr | fester Monatspreis | wenig: Angaben liefern, Änderungen melden |
1. Baukasten: günstig, solange Ihre Zeit nichts kostet
Mit einem Baukasten bauen Sie die Website selbst im Browser. Sie wählen eine Vorlage, tauschen Texte und Bilder aus und schalten die Seite frei. Hosting und Technik übernimmt der Anbieter.
Die Preise laut den Preisseiten der Anbieter:
- Wix: Light 14 €, Core 25 €, Business 34 € im Monat. Gezahlt wird ein Jahr im Voraus (Preisseite Wix).
- Jimdo: Start 12,10 €, Grow 20,17 €, Grow Legal mit Rechtstexten 29,25 € im Monat bei 12 Monaten Laufzeit (Preisseite Jimdo).
- IONOS: Einstiegspreise von 1 € bis 18 € im Monat für die ersten 6 oder 12 Monate. Daneben stehen durchgestrichen 12 bis 33 € (Preisseite IONOS). Klären Sie vor dem Kauf, welcher Preis nach dem Einstiegszeitraum gilt.
Bei allen drei ist die Domain nur am Anfang gratis: bei Wix für ein Jahr, bei Jimdo für die erste Vertragslaufzeit, bei IONOS für ein Jahr. Danach zahlen Sie sie extra.
Ein wichtiger Posten steht auf keiner Preisseite: Ihre Zeit. Für eine erste ordentliche Website mit fünf Seiten, eigenen Texten und Fotos rechnen wir mit 20 bis 40 Stunden, wenn Sie das zum ersten Mal machen (Erfahrungswert). Nehmen Sie diese Stunden mal den Stundensatz, den Sie Ihren Kunden berechnen. Das ist der echte Preis, denn in dieser Zeit stehen Sie auf keiner Baustelle.
2. Freelancer: einmal zahlen, danach selbst kümmern
Ein Freelancer baut Ihre Website und übergibt sie. Oft gibt es dafür einen Festpreis, der auf geschätzten Stunden beruht.
Zu den Stundensätzen gibt es eine große Umfrage. Im Freelancer-Kompass 2026 von freelancermap liegt der durchschnittliche Stundensatz im Bereich Software- und Webentwicklung bei 91 €, im Bereich Design, Medien und Kreativdienste bei 89 € (Freelancer-Kompass 2026). An der Umfrage nahmen laut freelancermap rund 5.400 Freelancer im deutschsprachigen Raum teil. Dr. Web nennt für Freelancer im Webdesign typischerweise 60 bis 80 € pro Stunde (Dr. Web).
Für eine einfache Handwerker-Website mit fünf Seiten rechnen wir mit 20 bis 40 Arbeitsstunden (Erfahrungswert). Daraus ergeben sich rechnerisch rund 1.200 € (20 Stunden zu 60 €) bis 3.600 € (40 Stunden zu 91 €).
Klären Sie vorher, ob Texte und Fotos im Preis enthalten sind. Oft liefern Sie beides selbst. Nach der Übergabe sind Hosting, Updates und Änderungen Ihre Sache, oder Sie vereinbaren dafür einen eigenen Vertrag.
3. Agentur: mehr Leute, höherer Preis
Eine Agentur arbeitet mit mehreren Leuten an Ihrem Auftrag, etwa für Gestaltung, Texte und Technik. Fällt jemand aus, kann ein Kollege übernehmen.
Dr. Web nennt für eine Website kleiner und mittlerer Unternehmen mit fünf bis zehn Unterseiten 3.000 bis 8.000 €. Agenturen in Großstädten verlangen laut demselben Artikel oft 100 bis 250 € pro Stunde (Dr. Web). Dieser Stundensatz gilt auch für spätere Änderungen. Eine neue Leistung auf der Website kann so schnell eine Stunde Arbeit kosten.
4. Monatsmodell: fester Betrag statt großer Rechnung
Beim Monatsmodell baut der Anbieter die Website, betreibt sie und pflegt sie. Sie zahlen dafür jeden Monat einen festen Betrag. Manche nennen das Website-Miete.
Der Vorteil: Sie brauchen kein großes Budget am Anfang, die Kosten sind planbar und Sie verbringen keine Abende am Computer. Der Nachteil: Über mehrere Jahre zahlen Sie unter Umständen mehr als für eine einmalig gekaufte Website. Bei 100 € im Monat sind das nach drei Jahren 3.600 €, bei 300 € im Monat 10.800 €.
Prüfen Sie beim Monatsmodell besonders genau: die Mindestlaufzeit, eine mögliche Einrichtungsgebühr, wie viele Änderungen enthalten sind und was bei einer Kündigung mit Domain, Texten und Bildern passiert.
Laufende Kosten, die oft vergessen werden
| Posten | Typische Kosten | Quelle |
|---|---|---|
| Hosting | 5 bis 50 € im Monat | Dr. Web |
| Domain | 10 bis 20 € im Jahr | Dr. Web |
| Wartung (Updates, Sicherungen) | 400 bis 600 € im Jahr | Dr. Web |
| Rechtstexte per Generator | ab 15 € im Monat | eRecht24 |
| Fotos vom Fotografen | einige hundert Euro | Erfahrungswert |
| Änderungen nach Stunden | 60 bis 250 € pro Stunde | Dr. Web, Freelancer-Kompass |
Hosting und Domain
Beim Baukasten und beim Monatsmodell ist das Hosting im Preis. Bei einer gekauften Website zahlen Sie es extra. Achten Sie darauf, dass die Domain auf Ihren Namen eingetragen ist. Dann können Sie den Anbieter wechseln, ohne Ihre Adresse zu verlieren.
Wartung
Websites mit einem System wie WordPress brauchen regelmäßige Updates. Ohne Updates bleiben bekannte Sicherheitslücken offen. Dr. Web rechnet für professionelle Wartung mit 400 bis 600 € im Jahr.
Rechtstexte
Ein Impressum ist Pflicht. In Deutschland regelt das § 5 des Digitale-Dienste-Gesetzes (DDG § 5). In Österreich gilt laut Wirtschaftskammer § 5 E-Commerce-Gesetz für sämtliche kommerzielle Websites, dazu kommen je nach Betrieb UGB oder Gewerbeordnung und das Mediengesetz (WKO-Leitfaden). Sobald Ihre Seite personenbezogene Daten verarbeitet, etwa über ein Kontaktformular, brauchen Sie außerdem eine Datenschutzerklärung nach der DSGVO.
Generatoren nehmen Ihnen viel Arbeit ab. eRecht24 verlangt im kleinsten Tarif für Einzelunternehmen ab 15 € im Monat (eRecht24). Bei Jimdo kostet der Tarif Grow Legal mit Rechtstexten 9,08 € im Monat mehr als der Tarif Grow ohne Rechtstexte. Dieser Abschnitt ist keine Rechtsberatung. Im Zweifel fragen Sie Ihre Kammer oder einen Anwalt.
Fotos
Echte Fotos von Ihrem Team, Ihren Fahrzeugen und Ihren Aufträgen wirken nach unserer Erfahrung glaubwürdiger als Bilder aus Bilddatenbanken. Für den Anfang reicht ein aktuelles Handy. Ein Fotograf für einen halben Tag kostet nach unserer Erfahrung einige hundert Euro. Fragen Sie Kunden vorher, ob Sie in ihrem Haus fotografieren dürfen.
Änderungen
Eine neue Leistung, eine neue Mitarbeiterin, Betriebsurlaub: Websites müssen sich mitändern. Wer nach Stunden abrechnet, berechnet dafür den Stundensatz aus der Tabelle. Fragen Sie vorher, ob kleine Änderungen im Preis enthalten sind und wie schnell sie umgesetzt werden.
Rechenbeispiel über drei Jahre
Die folgende grobe Rechnung setzt die Spannen von oben zusammen. Sie gilt für eine Website mit etwa fünf Seiten.
| Weg | Kosten in drei Jahren | Nicht enthalten |
|---|---|---|
| Baukasten (Jimdo Grow Legal) | 1.053 € | 20 bis 40 Stunden eigene Arbeit, Fotos, Domain ab dem zweiten Jahr |
| Freelancer | rund 2.600 bis 7.300 € | Änderungen, Fotos, oft Texte |
| Agentur | rund 4.400 bis 11.700 € | Änderungen, Fotos |
| Monatsmodell | 36 Monatsbeiträge, bei 100 € also 3.600 €, bei 300 € 10.800 € | je nach Vertrag |
Beim Freelancer und bei der Agentur sind Bau, Hosting, Domain und Wartung zusammengerechnet. Brauchen Sie keine eigene Wartung, etwa weil Hosting und Updates schon in einem Vertrag stecken, sinkt der Betrag.
Wann lohnt sich was?
- Baukasten, wenn Sie gern selbst gestalten, abends Zeit haben und mit wenig Geld starten wollen.
- Freelancer, wenn Sie jemanden kennen, der verlässlich ist, und die Website danach selten ändern.
- Agentur einmalig, wenn Ihr Betrieb größer ist, viele Leistungen hat und jemand im Büro die Pflege übernimmt.
- Monatsmodell, wenn Sie keine große Rechnung am Anfang wollen, keine Zeit für die Website haben und öfter etwas ändern.
Was die Website eines bestimmten Gewerks können sollte, lesen Sie zum Beispiel für Elektriker, Dachdecker oder Maler.
Sieben Fragen vor jedem Angebot
- Läuft die Domain auf Ihren Namen?
- Sind die Texte enthalten, oder schreiben Sie sie selbst?
- Wer kümmert sich um Impressum und Datenschutzerklärung?
- Wie viele Änderungen sind enthalten, und wie schnell werden sie erledigt?
- Was kostet es nach dem ersten Jahr oder nach dem Einstiegsangebot?
- Wie sieht die Seite am Handy aus? Lassen Sie sich eine fertige Kundenseite auf dem Telefon zeigen.
- Was passiert, wenn Sie kündigen: Bekommen Sie Domain, Texte und Bilder?
Wo Auvance steht
Auvance aus Dresden bietet das Monatsmodell an: Im Paket Website kostet es 290 € im Monat, ohne Einrichtungsgebühr, mit Texten, Hosting, Wartung und Änderungen. Das passt, wenn Sie die Website ganz abgeben wollen; wer gern selbst baut, kommt mit einem Baukasten günstiger weg. Sie können das Paket direkt online bestellen oder vorher ein kurzes Gespräch vereinbaren.