Ratgeber

Mehr Anfragen über Google mit lokaler SEO für Handwerker in 10 Schritten

Wenn jemand „Elektriker Dresden“ oder „Dachdecker in der Nähe“ sucht, entscheidet Google, welche Betriebe oben stehen. Dieser Ratgeber zeigt zehn Schritte, mit denen Sie dort besser gefunden werden und aus Besuchern Anfragen machen. Versprechen zu Plätzen oder Zeiträumen finden Sie hier nicht, dafür Regeln von Google und Erfahrungswerte aus der Praxis.

Von Luis, Auvance · Stand 15. Oktober 2026 · 8 Minuten Lesezeit

Wie Google lokale Ergebnisse auswählt

Google nennt drei Faktoren für das Ranking in den lokalen Ergebnissen (Google, lokales Ranking):

  • Relevanz: Wie gut passt Ihr Profil zu dem, was jemand sucht?
  • Entfernung: Wie weit ist Ihr Betrieb vom Suchenden entfernt?
  • Bekanntheit: Wie bekannt ist Ihr Betrieb? Dazu zählt laut Google auch, wie viele Websites auf Ihr Unternehmen verweisen und wie viele Rezensionen Sie haben.

Die Entfernung können Sie nicht ändern. An Relevanz und Bekanntheit können Sie arbeiten. Die zehn Schritte unten tun genau das und sorgen zusätzlich dafür, dass aus einem Besuch auf Ihrer Website eine Anfrage wird.

Kurz gesagt

Ein vollständiges Google-Profil, eine eigene Seite je Leistung, echte Bewertungen und eine schnelle Handyseite mit der Telefonnummer oben sind die Grundlage. Bestimmte Plätze kann Ihnen dabei niemand versprechen.

1. Das Google-Unternehmensprofil vollständig ausfüllen

Das Profil ist die Grundlage für die Karte in der Google Suche und für Google Maps. Google rät, die Angaben so vollständig wie möglich zu machen, das Profil zu bestätigen und die Öffnungszeiten aktuell zu halten, auch besondere Öffnungszeiten wie an Feiertagen (Google, lokales Ranking).

Achten Sie besonders auf die Hauptkategorie. Laut Google wirken sich die gewählten Kategorien auf Ihr Ranking in den lokalen Ergebnissen aus (Google, Kategorien). Wenn Sie keine Kunden im Betrieb empfangen, blenden Sie die Adresse aus und tragen stattdessen ein Einzugsgebiet ein (Google, Einzugsgebiet).

2. Eine eigene Seite für jede Leistung

Oft haben Handwerker-Websites nur eine Seite „Leistungen“ mit einer langen Liste (Erfahrungswert). Wer „Badsanierung Leipzig“ sucht, findet dort wenig, das genau zu seiner Frage passt. Besser ist nach unserer Erfahrung eine eigene Seite für jede wichtige Leistung, etwa Badsanierung, Heizungstausch und Wartung.

Auf eine gute Leistungsseite gehören:

  • was Sie genau machen und für wen
  • wie ein Auftrag abläuft, vom ersten Anruf bis zur Abnahme
  • wovon der Preis abhängt, wenn Sie keine festen Preise nennen wollen
  • Fotos von echten Aufträgen
  • in welchen Orten Sie diese Leistung anbieten
  • ein Knopf zum Anrufen und ein kurzes Formular

Google will Inhalte zeigen, die in erster Linie für Menschen geschrieben sind. Als Prüffrage nennt Google unter anderem, ob ein Text Wissen aus erster Hand erkennen lässt (Google, hilfreiche Inhalte). Genau das haben Sie als Fachbetrieb anderen voraus: Sie wissen, welche Fragen Kunden am Telefon stellen. Welche Seiten typisch sind, sehen Sie zum Beispiel für Installateure oder Tischler.

3. Orte nennen, in denen Sie wirklich arbeiten

Schreiben Sie auf Ihre Website, wo Sie tätig sind: Ihren Ort, die Nachbarorte und bei größeren Städten die Stadtteile. Das gehört in den Text der Leistungsseiten und in den Kontaktbereich. Es sollte zu dem Einzugsgebiet in Ihrem Google-Profil passen.

Vorsicht bei vielen fast gleichen Ortsseiten, bei denen nur der Ortsname getauscht ist. Google zählt Seiten, die auf Städte oder Regionen zielen und sich kaum unterscheiden, zu den sogenannten Brückenseiten und damit zu Spam (Google, Spam-Richtlinien). Eine eigene Seite für einen Ort lohnt sich nach unserer Erfahrung nur, wenn Sie dort echte Inhalte haben: Aufträge vor Ort, Fotos, Besonderheiten wie viele Altbauten in einem Stadtteil.

4. Telefonnummer oben und anklickbar

Viele Kunden rufen bei einem Schaden lieber an, als ein Formular auszufüllen (Erfahrungswert). Deshalb gehört Ihre Telefonnummer auf dem Handy gut sichtbar nach oben, und zwar so, dass ein Tippen den Anruf startet. Es sollte dieselbe Nummer sein wie im Google-Profil.

Schreiben Sie dazu, wann Sie erreichbar sind. Wer auf dem Dach steht, kann nicht abheben. Dann hilft ein ehrlicher Satz wie „Wir rufen innerhalb eines Werktags zurück“, wenn Sie das auch einhalten.

5. Eine schnelle Seite am Handy

Google verwendet für Indexierung und Ranking die mobile Version Ihrer Website (Google, Mobile-First-Indexierung). Was am Handy fehlt oder hakt, zählt also.

Für die Ladezeit nennt Google Richtwerte, die Core Web Vitals. Der größte sichtbare Inhalt sollte innerhalb von 2,5 Sekunden geladen sein, die Seite sollte in weniger als 200 Millisekunden auf ein Tippen reagieren, und beim Laden sollte nichts verrutschen (Google, Core Web Vitals). Testen können Sie Ihre Seite mit PageSpeed Insights von Google.

Häufige Bremsen sind nach unserer Erfahrung Fotos direkt aus der Kamera, große Bildkarussells und viele eingebundene Fremddienste. Geschwindigkeit ersetzt aber keine Inhalte: Google versucht laut eigener Aussage immer, die relevantesten Inhalte zu zeigen, auch wenn eine Seite nicht perfekt nutzbar ist (Google, Nutzerfreundlichkeit).

6. Regelmäßig um Bewertungen bitten

Laut Google können mehr Rezensionen und positive Bewertungen das lokale Ranking verbessern (Google, lokales Ranking). Den Link oder QR-Code zum Bewerten finden Sie im Profil unter „Rezensionen lesen“ und „Mehr Rezensionen erhalten“ (Google, Link und QR-Code).

Bitten Sie nach jedem Auftrag, statt einmal im Jahr alle Kunden anzuschreiben. So bleiben die Bewertungen aktuell (Erfahrungswert). Zwei Regeln von Google sind dabei wichtig: keine Gegenleistung wie Rabatte oder Geschenke, und nicht gezielt nur zufriedene Kunden um positive Bewertungen bitten (Google Maps, Richtlinien). Antworten Sie auf jede Bewertung, freundlich und ohne Kundendaten.

7. Überall die gleichen Firmendaten

Name, Adresse, Telefonnummer und Website sollten überall gleich geschrieben sein: im Google-Profil, auf der Website, im Impressum, auf Rechnungen und in Verzeichnissen. Wer Sie über einen alten Eintrag mit einer alten Nummer findet, ruft ins Leere.

Google zählt zur Bekanntheit, wie viele Websites auf Ihr Unternehmen verweisen. Einträge in seriösen Verzeichnissen sind solche Verweise. Wie viel ein einzelner Eintrag bringt, sagt Google nicht. Sinnvoll sind nach unserer Erfahrung wenige, gepflegte Einträge statt vieler halber:

Wer technisch etwas tiefer gehen will: Mit strukturierten Daten vom Typ LocalBusiness können Sie Google auf der Website zum Beispiel Ihre Öffnungszeiten mitteilen. Google sagt aber ausdrücklich nicht zu, dass diese Angaben in den Ergebnissen angezeigt werden (Google, strukturierte Daten).

8. Fotos von echten Aufträgen

Google empfiehlt, dem Profil Fotos und Videos hinzuzufügen, damit Kunden sehen, was Sie anbieten. Die Bilder sollen realistisch wirken, ohne starke Filter (Google, Fotos). Nutzen Sie dieselben Fotos auch auf Ihren Leistungsseiten.

Gut funktionieren nach unserer Erfahrung Vorher und Nachher, das Team bei der Arbeit und der beschriftete Firmenwagen. Fragen Sie Kunden vorher, ob Sie in ihrem Haus fotografieren dürfen. Hausnummern, Namen auf Klingeln und Gesichter gehören nicht ins Bild.

9. Ein Anfrageformular, das am Handy funktioniert

Wer nicht anruft, schreibt. Das Formular sollte nach unserer Erfahrung kurz sein: Name, Telefonnummer oder E-Mail, worum es geht, wo der Auftrag ist. Hilfreich ist die Möglichkeit, ein Foto vom Schaden mitzuschicken. So sehen Sie vorab, ob Sie den Auftrag annehmen wollen.

Nach dem Absenden sollte der Kunde sehen, dass die Anfrage angekommen ist und wann Sie sich melden. Weil das Formular personenbezogene Daten erhebt, brauchen Sie eine Datenschutzerklärung nach der DSGVO. Was eine Website für Handwerker sonst noch braucht, steht auf der Seite Website für Handwerker.

10. Messen, was ankommt

Ohne Zahlen wissen Sie nicht, welcher Schritt etwas gebracht hat. Drei Quellen reichen für den Anfang:

  • Google-Unternehmensprofil, Bereich „Leistung“: Anrufe über das Profil, Klicks auf die Website, Anfragen nach Wegbeschreibungen und die Suchbegriffe, mit denen man Sie gefunden hat. Das gibt es nur für bestätigte Profile (Google, Leistung).
  • Google Search Console: Hier sehen Sie, mit welchen Suchanfragen Menschen auf Ihre Website kommen, wie oft Ihre Seiten in der Suche erscheinen und wie oft sie angeklickt werden (Search Console).
  • Ihre eigene Strichliste: Fragen Sie jeden neuen Kunden: „Wie sind Sie auf uns gekommen?“ So erfahren Sie auch, was keine Statistik zeigt, etwa Empfehlungen von Nachbarn.

Schauen Sie einmal im Monat auf dieselben Werte und vergleichen Sie mit dem Vormonat.

Vorsicht bei Versprechen

Google schreibt im eigenen Leitfaden zur Suchmaschinenoptimierung, dass es kein Geheimrezept für den ersten Platz gibt (Google, SEO-Leitfaden). Seien Sie deshalb vorsichtig bei Angeboten, die Ihnen den ersten Platz oder feste Zeiträume zusagen. Fragen Sie lieber, welche der zehn Schritte ein Anbieter konkret übernimmt und wie Sie das Ergebnis selbst nachprüfen können.

Wenn Sie das nicht selbst machen wollen

Auvance baut Websites für Handwerker, pflegt ab dem Paket Sichtbar das Google-Unternehmensprofil und legt ab dem Paket Wachstum eigene Seiten für jede Leistung und jeden Ort an. Was jede Stufe enthält, steht unter SEO für Handwerker und bei den Preisen, dort können Sie direkt online bestellen. Für Fragen vorab gibt es ein kurzes Gespräch.

Fragen

Häufige Fragen

Noch etwas offen? Schreiben Sie an kontakt@auvance.de.

Das kann niemand seriös versprechen. Google schreibt selbst, dass manche Änderungen nach wenigen Stunden wirken und andere mehrere Monate brauchen.

Nein. Laut Google lässt sich ein besseres lokales Ranking nicht einfordern, auch nicht gegen Bezahlung. Bezahlte Anzeigen sind davon getrennt.

Nur wenn das Teil Ihres echten Firmennamens ist. Sonst verstößt es gegen Googles Richtlinien, und das Profil kann gesperrt werden.

Nicht unbedingt. Ein Beitrag lohnt sich nach unserer Erfahrung, wenn er eine echte Kundenfrage mit Wissen aus Ihrer Praxis beantwortet, etwa woran man ein undichtes Dach erkennt.

Ja, die meisten Schritte brauchen kein Technikwissen. Rechnen Sie nach unserer Erfahrung mit einigen Stunden für den Anfang und danach mit etwas Zeit jeden Monat für Fotos, Bewertungen und Antworten.

Auvance Maskottchen winkt und hält ein Klemmbrett mit Haken Loslegen

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