Ratgeber

Google-Unternehmensprofil für Handwerker anlegen, bestätigen und Bewertungen bekommen

Wer bei Google nach einem Handwerker in der Nähe sucht, sieht oft zuerst eine Karte mit Betrieben. Was dort über Ihren Betrieb steht, steuern Sie mit Ihrem Google-Unternehmensprofil. Dieser Ratgeber zeigt nach den Hilfeseiten von Google, wie Sie das Profil ohne Ladenlokal richtig anlegen, bestätigen und ehrlich zu Bewertungen kommen.

Von Luis, Auvance · Stand 15. Oktober 2026 · 8 Minuten Lesezeit

Bevor Sie anfangen: Gibt es schon ein Profil?

Google erlaubt pro Unternehmen nur ein Profil. Ein zweites Profil gilt als Duplikat und wird laut Google weder in der Google Suche noch auf Google Maps angezeigt (Google, doppelte Profile). Suchen Sie deshalb zuerst in Google Maps nach Ihrem Firmennamen.

  • Kein Eintrag vorhanden: Sie legen ein neues Profil an, wie unten beschrieben.
  • Eintrag vorhanden, aber nicht bestätigt: Sie können ihn über Google Maps beanspruchen. Dafür wählen Sie am Computer beim Eintrag die Option zum Beanspruchen und dann „Jetzt verwalten“ (Google, Profil hinzufügen).
  • Eintrag gehört schon jemand anderem: Sie fordern über business.google.com/add Zugriff an. Der bisherige Inhaber hat laut Google drei Tage Zeit zu antworten. Kommt keine Antwort, können Sie das Profil unter Umständen selbst beanspruchen, diese Möglichkeit gibt es aber nicht immer (Google, Inhaberschaft).

Der letzte Fall kommt vor, wenn etwa ein früherer Mitarbeiter oder ein Dienstleister das Profil mit seinem eigenen Google-Konto angelegt hat. Legen Sie Ihr Profil deshalb immer mit einem Google-Konto an, das dem Betrieb gehört (Erfahrungswert).

Das Profil anlegen

Sie starten auf business.google.com/add mit „Unternehmen zu Google hinzufügen“. Danach tragen Sie Ihre Daten ein und wählen am Ende eine Bestätigungsmethode. Die wichtigsten Angaben im Einzelnen:

Der Name: genau wie auf Ihrem Firmenschild

Der Name im Profil muss dem Namen entsprechen, den Sie auch sonst verwenden. Google verbietet es ausdrücklich, dem Namen unnötige Informationen hinzuzufügen. Dazu zählen Werbesprüche, Telefonnummern, Ortsangaben und Beschreibungen von Leistungen. Google nennt selbst Beispiele: „Taxi Berlin 030 202020“ ist nicht erlaubt, „Taxi Berlin“ schon. Wer gegen diese Regel verstößt, riskiert laut Google eine Sperrung des Profils (Google, Richtlinien).

Für einen Elektrobetrieb heißt das: „Elektro Krause“ ist richtig, wenn der Betrieb so heißt. „Elektro Krause Notdienst Dresden günstig“ ist falsch.

Die Kategorie: so genau wie möglich

Sie wählen eine Hauptkategorie, die Ihr Kerngeschäft genau beschreibt, und bei Bedarf wenige weitere. Google rät, so wenige Kategorien wie möglich zu wählen und nicht für jede Leistung eine eigene. Eigene Kategorien lassen sich nicht anlegen. Wichtig: Laut Google wirken sich die gewählten Kategorien auf Ihr Ranking in den lokalen Suchergebnissen aus (Google, Kategorien).

Ohne Ladenlokal: Einzugsgebiet statt Adresse

Wer als Handwerker beim Kunden arbeitet und niemanden im Betrieb empfängt, bekommt von Google eine klare Vorgabe: Wenn Sie an Ihrer Geschäftsadresse keine Kunden empfangen, entfernen Sie die Adresse aus dem Profil und geben nur das Einzugsgebiet an. Google nennt dafür selbst das Beispiel eines Klempners, der seinen Betrieb von der Privatwohnung aus führt (Google, Richtlinien).

Für das Einzugsgebiet gilt laut Google (Google, Einzugsgebiet):

  • Sie geben Städte, Postleitzahlen oder andere Gebiete an. Einen Umkreis in Kilometern können Sie nicht festlegen.
  • Erlaubt sind höchstens 20 Gebiete.
  • Das ganze Gebiet sollte nicht mehr als etwa zwei Autostunden von Ihrem Standort entfernt sein.
  • Ändern können Sie es unter „Profil bearbeiten“, dann „Standort“, dann „Bearbeiten“ neben „Einzugsgebiet“.

Haben Sie eine Ausstellung oder ein Büro mit festem Schild, in dem während der Öffnungszeiten jemand da ist, dürfen Sie Adresse und Einzugsgebiet zusammen zeigen. Nicht erlaubt sind ein virtuelles Büro und Postfächer an Orten, die nichts mit Ihrem Betrieb zu tun haben (Google, Richtlinien).

Leistungen eintragen

Unter „Dienstleistungen bearbeiten“ wählen Sie vorgeschlagene Leistungen aus oder legen eigene an. Dazu können Sie Beschreibungen und Preise angeben. Google rät davon ab, Preise oder Telefonnummern in den Namen einer Leistung zu schreiben (Google, Dienstleistungen). Nehmen Sie die Wörter, die Ihre Kunden verwenden, etwa „Heizungswartung“, „Badsanierung“ oder „Dachrinne reinigen“.

Fotos

Laden Sie ein Logo, ein Titelbild und weitere Fotos hoch. Google verlangt JPG oder PNG mit 10 KB bis 5 MB, empfohlen sind 720 × 720 Pixel, mindestens 250 × 250 Pixel. Die Bilder sollen scharf und gut beleuchtet sein, ohne starke Filter (Google, Fotos). Gut eignen sich nach unserer Erfahrung Fotos von echten Aufträgen, vom Team und vom Firmenwagen.

Bestätigen: welche Wege Google anbietet

Erst nach der Bestätigung können Sie zum Beispiel auf Bewertungen antworten und die Zahlen zu Ihrem Profil sehen. Google nennt diese Bestätigungswege (Google, Bestätigung):

  • Anruf oder SMS mit einem Code
  • E-Mail
  • Live-Videoanruf mit einem Mitarbeiter von Google
  • Postkarte mit einem Code
  • Videoaufnahme, die Sie mit dem Handy machen (Google, Video)
  • In manchen Fällen bestätigt Google ein Profil sofort

Welche Wege Sie sehen, entscheidet Google automatisch, abhängig von der Art des Unternehmens, öffentlichen Informationen, der Region und den Öffnungszeiten. Sie können die Auswahl nicht ändern. Bei Betrieben ohne Ladenlokal bietet Google nach unserer Erfahrung oft nur die Bestätigung per Video an.

Bestätigung per Video: so klappt es

Google stellt klare Anforderungen (Google, Video):

  • Das Video wird live aufgenommen, ohne Schnitt und ohne Unterbrechung.
  • Es dauert mindestens 30 Sekunden.
  • Aufnahme und Upload laufen über das Unternehmensprofil auf dem Handy. Dort tippen Sie auf „Bestätigungsprozess“ und dann auf „Geschäftsvideo“.
  • Nicht ins Bild gehören Bankkonto-, Steuer- oder Ausweisnummern, private Informationen und die Gesichter anderer Personen.

Für Betriebe mit Einzugsgebiet will Google drei Dinge sehen. Erstens den Standort: Straßenschilder oder Erkennungsmerkmale an Ihrer Geschäftsadresse. Zweitens, dass es den Betrieb gibt: die Werkzeuge, Geräte oder Produkte, mit denen Sie arbeiten. Drittens, dass Sie den Betrieb leiten: etwa indem Sie Firmeneigentum aufschließen oder Geschäftsunterlagen wie die Gewerbeerlaubnis zeigen. Die Prüfung dauert laut Google bis zu fünf Arbeitstage. Wird das Video abgelehnt, sehen Sie den Hinweis „Probleme ansehen“ und können ein neues Video einreichen.

Bewährt hat sich nach unserer Erfahrung ein kurzer Plan vor der Aufnahme: Straßenschild, Hausnummer, Firmenwagen mit Beschriftung, Werkstatt oder Wagen aufschließen, Werkzeug zeigen, zum Schluss ein Dokument mit dem Firmennamen.

Bestätigung per Postkarte

Die meisten Codes kommen laut Google innerhalb von 14 Tagen an und laufen nach 30 Tagen ab. Ändern Sie in dieser Zeit weder Namen noch Adresse noch Kategorie, sonst funktioniert der Code nicht (Google, Bestätigung).

Bewertungen bekommen, ohne gegen Regeln zu verstoßen

Bewertungen helfen beim lokalen Ranking: Laut Google können mehr Rezensionen und positive Bewertungen die Platzierung verbessern (Google, lokales Ranking).

So holen Sie sich den Link: Im Profil auf „Rezensionen lesen“ gehen, dann auf „Mehr Rezensionen erhalten“. Dort kopieren Sie den Link oder laden den QR-Code herunter. Den QR-Code gibt es derzeit nur im Browser am Computer, nicht auf dem Handy. Google schlägt vor, ihn auf Belege und in Dankes-E-Mails zu setzen (Google, Link und QR-Code).

Was Google verbietet (Google Maps, Richtlinien, Google, Tipps für Rezensionen):

  • Gegenleistungen für Bewertungen, etwa Geld, Rabatte oder kostenlose Leistungen
  • Gegenleistungen dafür, dass jemand eine negative Bewertung ändert oder löscht
  • Kunden gezielt um positive Bewertungen zu bitten
  • Negative Bewertungen zu verhindern oder zu verbieten
  • Bewertungen von Mitarbeitern, weil das ein Interessenkonflikt ist
  • Mitarbeitern vorzugeben, eine bestimmte Zahl von Bewertungen einzusammeln
  • Inhalte über Mitbewerber zu veröffentlichen

Praktisch heißt das: Bitten Sie alle Kunden auf dieselbe Weise, egal wie der Auftrag lief. Fragen Sie direkt nach dem Abschluss, solange der Eindruck frisch ist (Erfahrungswert). Ein neutraler Satz reicht, zum Beispiel: „Wie zufrieden waren Sie mit unserer Arbeit? Über diesen Link können Sie uns bei Google bewerten.“ Der Kunde braucht dafür ein Google-Konto.

Auf Bewertungen antworten

Antworten können Sie erst, wenn Ihr Profil bestätigt ist. Google prüft jede Antwort, meist innerhalb von zehn Minuten, in Einzelfällen dauert es bis zu 30 Tage. Google empfiehlt konstruktive und freundliche Antworten (Google, Rezensionen verwalten).

Nach unserer Erfahrung hilft diese Reihenfolge:

  1. Bedanken Sie sich, auch bei kurzen Fünf-Sterne-Bewertungen.
  2. Nennen Sie die Arbeit allgemein, etwa „den Austausch Ihrer Therme“, ohne Adresse, Rechnungsbetrag oder andere Kundendaten.
  3. Bleiben Sie bei Kritik sachlich und bieten Sie ein Gespräch am Telefon an.
  4. Antworten Sie zeitnah, solange Sie den Auftrag noch vor Augen haben.

Häufige Fehler

  • Schlüsselwörter im Namen: „Notdienst“, „24h“ oder der Ort im Namen verstoßen gegen die Richtlinien, wenn sie nicht Teil des echten Firmennamens sind. Das kann zur Sperrung führen.
  • Ein zweites Profil: etwa für den Nachbarort oder nach einem Wechsel des Google-Kontos. Pro Unternehmen ist nur ein Profil erlaubt. Ein eigenes Profil je Standort ist nur zulässig, wenn die Standorte unterschiedliche Einzugsgebiete und unterschiedliche Mitarbeiter haben (Google, Richtlinien).
  • Privatadresse sichtbar: Wer keine Kunden empfängt, blendet die Adresse aus und zeigt nur das Einzugsgebiet.
  • Zu viele Kategorien: Lieber wenige, die genau passen.
  • Änderungen während der Bestätigung: Name, Adresse oder Kategorie bleiben gleich, bis der Code da ist.
  • Bewertung gegen Rabatt: Auch ein kleiner Nachlass gilt als Gegenleistung.
  • Veraltete Öffnungszeiten: Google empfiehlt, auch besondere Öffnungszeiten zu pflegen, etwa an Feiertagen (Google, lokales Ranking).

Wenn Sie das Profil abgeben möchten

Im Paket Sichtbar für 590 € im Monat richtet Auvance Ihr Google-Unternehmensprofil ein und pflegt es laufend mit Beiträgen, Fotos und Antworten auf Bewertungen, die Website ist dabei. Was genau enthalten ist, steht auf der Seite SEO für Handwerker und bei den Preisen, wo Sie direkt online bestellen können. Für Fragen vorab können Sie ein kurzes Gespräch vereinbaren.

Fragen

Häufige Fragen

Noch etwas offen? Schreiben Sie an kontakt@auvance.de.

Nein. Ein Profil anzulegen oder einen vorhandenen Eintrag zu beanspruchen ist laut Google kostenlos, und ein besseres lokales Ranking lässt sich auch gegen Bezahlung nicht kaufen.

Ihre Antwort erscheint öffentlich unter der Rezension, Ihr persönlicher Name wird dabei nicht angezeigt. Der Kunde wird benachrichtigt und kann seine Bewertung danach noch ändern.

Sie können sie über das Fahnensymbol melden, Google entfernt aber nur Bewertungen, die gegen die Richtlinien verstoßen. Sachlich richtige Kritik sollten Sie laut Google nicht melden, gegen eine Ablehnung ist ein einmaliger Einspruch möglich.

Mit Beiträgen zeigen Sie Neuigkeiten, Angebote oder Veranstaltungen, etwa eine abgeschlossene Badsanierung. Beiträge mit einer Telefonnummer im Text lehnt Google unter Umständen ab, und Beiträge, die älter als sechs Monate sind, archiviert Google, sofern Sie keinen Zeitraum festlegen.

Unter „Leistung“ zeigt Google für bestätigte Profile Anrufe, Klicks auf die Website, Anfragen nach Wegbeschreibungen und die Suchbegriffe, mit denen man Sie gefunden hat. Anrufe werden nur gezählt, wenn eine Telefonnummer im Profil steht.

Laut Google kann es nach der Freigabe bis zu 48 Stunden dauern, bis die Änderung angezeigt wird.

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